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Mit Freude und Zuversicht die Unternehmenszukunft gestalten:
Für mehr lohnende Kunden, höheren Gewinn, abgesicherte Liquidität.

Die Zukunft wird so aussehen, wie wir sie gestalten.

Jean Fourastié
Aktuell:
Externes Controlling erleichtert die Unternehmensplanung

Die Arbeit mit Zahlen ist für die meisten Menschen kein Vergnügen. Für kleinere Unternehmen sind die Zahlen und die Buchhaltung oft etwas, mit dem sich der Chef und die Chefin nach Arbeitsende vergnügen dürfen. Dabei geht oft unter, dass Zahlen bei der Unternehmensführung und –planung eine große Hilfe sind und die Basis für strategische Entscheidungen bilden. Man muss sie nur richtig aufbereiten. Externes Controlling erleichtert die Unternehmensplanung.

Sackgasse permanentes Wirtschaftswachstum

Umdenken, anders denken

Meinhard Miegel, Vorstandsvorsitzender des Denkwerks Zukunft und Beiratsmitglied zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtung fordert in seinem neuen Buch „Exit“ nichts weniger als eine Revolution, die Abkehr von der Forderung nach permanentem Wirtschaftswachstum und eine neue Definition von Wohlstand. Dass wir dafür alle umdenken müssen, liegt auf der Hand.

„Die große Sause ist vorüber, die Bar geschlossen“, schreibt Miegel. Die Krise, sei nicht unerwartet gekommen. Nicht Banker, eine lasche Finanzaufsicht und andere Fehlentwicklungen seien die Ursache dafür, sondern ein falscher Wachstumsbegriff, der dazu geführt habe, dass die Gesellschaft bis in ihre kleinste Einheit, die Familie, zerfalle. Eine Umkehr sei nur möglich, wenn wir Wohlstand nicht mehr ausschließlich mit Geld und materiellen Dingen gleichsetzen würden, so Miegel. „Auch wenn Materielles weiterhin eine große Rolle im Leben der Menschen spielen wird – Lebenssinn wird von ihm immer weniger ausgehen können.“

 

Sinnstiftende Arbeit

Vorschläge dazu hat Miegel viele, gerade in Bezug auf die Wirtschaft. Zuerst müsse die menschliche Arbeitskraft wieder gefragt und geschätzt werden. Leistungsanreize sollten nicht so sehr materieller Natur als bedürfnisorientiert sein. Die kommunikationstechnischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte spielten dabei eine große Rolle. Viele Menschen müssten nicht mehr notwendigerweise im Unternehmen arbeiten, sondern könnten das auch zuhause tun. Das würde den Übergang zwischen Arbeits- und Privatleben durchlässiger machen und die Eigeninitiative fördern und zusätzlich Umwelt und Ressourcen schonen. Dazu müssten aber hierarchische Denkweisen verändert, die sozialen Sicherheitssysteme und die Steuergesetze umgebaut werden.
Weiter gehe es nicht an, dass Menschen ab 45 als ältere Arbeitnehmer gelten würden. Eine längere Lebensarbeitszeit sei unbedingt nötig. Dafür könnten die Arbeitnehmer bereits in jüngeren Jahren weniger arbeiten und müssten nicht ihr ganzes privates, erwachsenes Leben auf das Alter konzentrieren, sondern hätten zum Beispiel Zeit in der Familienphase.

 

 

Utopie oder realistisch?

 

Miegel zeichnet das durchaus erstrebenswerte Bild einer Gesellschaft, in der die verschiedenen Akteure verantwortungsvoll miteinander umgehen, die Umwelt schonen und eine höhere Zufriedenheit erreichen. Eine Gesellschaft, in der zum Wohlstand neben materiellen Gütern auch Zeit, eine gesunde Natur und spirituelle Zufriedenheit zählen. Das verlangt sowohl von der Politik, als auch von der Wirtschaft und jedem Einzelnen, dass er seine bisherigen Vorstellungen über Bord wirft. Das könnte schwierig werden, vor allem bei der Generation, die von Anfang an im materiellen Wohlstand gelebt hat und dazu erzogen wurde, Geld als den Maßstab aller Dinge zu betrachten.
Lesenswert, weil die Dinge unter einem anderen Blickwinkel betrachtet werden und jede Menge neuer Ideen enthalten sind.
Exit. Wohlstand ohne Wachstum, Meinhard Miegel, ISBN 978-3549073650, € 22,95